Sprachalarmanlagen: Neuerungen dank DIN-Aktualisierung

DIN Aktualisierung

Die gute Nachricht brachte Claus P. Sterling von der ZVEI Leistungsgesellschaft Beschallungstechnik gleich zu Beginn seines Vortrags auf dem Media Systems Congress auf den Punkt: "Sie werden sehen: Es Ă€ndert sich eigentlich nichts." An einigen Punkten jedoch wurden durch die Aktualisierung der DIN VDE 0833-4 durchaus entscheidende Novellierungen vorgenommen, so dass das vollbesetzte Auditorium in der Messe Frankfurt die wichtigsten Änderungen in eine Vortragsstunde gepackt mitnehmen konnte.

Neu ist beispielsweise, dass die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die Einhaltung der DIN Norm sowie die Erstellung und Umsetzung eines Brandschutzkonzepts nunmehr bei den Betreibern eines GebĂ€udes liegen. Das Thema wird also in Zukunft nicht mehr "mal mit" von Planungs- und IngenieurbĂŒros abgedeckt werden mĂŒssen. Vielmehr können diese in Zukunft vom Auftraggeber ein Konzept verlangen. Außerdem werden zukĂŒnftig die verschiedenen GebĂ€ude - je nach Nutzung, GrĂ¶ĂŸe und Umfeld - in drei Sicherheitsstufen eingeteilt, von denen nur die höchste Stufe die Anforderung stellt, eine komplette redundante Anlage bereithalten zu mĂŒssen. Jedoch, und das könnte einige in der Branche durchaus empfindlich treffen, gilt in Zukunft: Alle Beteiligten an einem solchen Prozess bzw. Projekt mĂŒssen eine ZulassungsprĂŒfung zur "Fachkraft fĂŒr SAA" ablegen, ebenso mĂŒssen alle Firmen ein QualitĂ€tsmanagement nachweisen - ISO 9000, 9001 oder vergleichbar. Dass die CIS-Werte kĂŒnftig durch STI-werte ersetzt werden, dĂŒrfte sich in der Branche schon rumgesprochen haben, und dass "Vollschutz" in der aktualisierten DIN jetzt als "Vollbeschallung" bezeichnet wird (ebenso wie "Teilschutz" jetzt "Teilbeschallung" heißt), ist im Grunde auch nur eine Schönheitskorrektur. Wichtig ist, dass es auch weiterhin gestattet ist, die zur Warnmeldung installierten Anlagen fĂŒr andere Zwecke zu nutzen - also beispielsweise fĂŒr Betriebsdurchsagen oder Hintergrundmusik. Was der Experte seinen Zuhörern jedoch ganz besonders ans Herz legte: "Bitte beachten Sie die raumakustische Planung beim Bau und Umbau von GebĂ€uden. Denn die Architekten, denen dieses Feld ja eigentlich obliegt, haben in den seltensten FĂ€llen im Hinterkopf, dass im Notfall eine Sprachalarmanlage gut hörbar und die Sprache verstĂ€ndlich sein muss. Aber das kann am Ende Leben retten!"

1 Antwort

  1. ansich ne tolle idee

Einen Kommentar schreiben