Best Practice – so wurde der Eurovision Song Contest von PRG ausgestattet

Spektakuläre Shows und hochaufwendige Lichttechnik - beide gehören seit Jahren zum Eurovision Song Contest. Als eines der größten Live- und TV-Events wird der europäische Contest auch im Bühnen- und Lichtdesign immer aufwendiger und komplexer. Beim diesjährigen ESC in Kiew setzte Lichtdesigner Jerry Appelt auf die Technik von PRG.

Premiere: Erstmals kommt GroundControl Long Throw zum Einsatz

Das GroundControl Long Throw System von PRG

Das GroundControl Long Throw System von PRG

Auch eine Premiere stand in Kiew Anfang Mai an. Zum ersten Mal wurde bei einem Event in Europa wird das brandneue Produkt GroundControl Long Throw von PRG eingesetzt. Bei dem Verfolgerscheinwerfer handelt sich dabei um eine Variante des GroundControl-Followspot-Systems für lange Distanzen, das bequem vom Boden aus ferngesteuert werden kann. Insgesamt wurden bei der ESC-Produktion 18 GroundControl-Systeme eingesetzt - vierzehn PRG Bad Boy und vier GroundControl Long Throw. Damit konnte Lichtdesigner Jerry Appelt auf den Einsatz von Spotsitzen verzichten und es gingen keine wertvollen Sitzplätze im Zuschauerbereich verloren. Auch die von PRG verwendeten GLP JDC1 LED-Hybrid-Stroboskope wurden erstmalig bei einer Produktion dieser Größenordnung eingesetzt.

Für die gesamte Show wurden außerdem fünf GrandMA 2 Pulte, 3 GrandMA Light Pulte sowie diverse Fader Wings eingesetzt und zu einem Netzwerk zusammengefasst. Das ist übrigens die maximal zulässige Anzahl an Netzwerkteilnehmern.

Der Münchner Lichtdesigner Jerry Appelt, der schon 2012 und 2014 für die Lichtshow des Eurovision Song Contest verantwortlich war, zeigte sich begeistert:

Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Projekt mit PRG umsetzen kann, weil man bei dieser Größenordnung und den gegebenen Umständen einfach ein eingespieltes Team benötigt. Gerade wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, muss man auf genügend Ressourcen im Bereich Personal und Equipment zugreifen können.

Show der Superlativen

Der ESC ist in vielerlei Hinsicht eine Show der Superlativen. Das Musik-Event erreicht nicht nur jährlich über 200 Millionen Zuschauer in ganz Europa, es trumpft auch aus technischer Sicht kontinuierlich auf. In diesem Jahr wurden circa 200 Trucks mit Technik in die Halle entladen. Der Aufbau dauerte insgesamt viereinhalb Wochen - der Abbau dagegen nur sieben Tagen.

Auch die weiteren Zahlen können sich sehen lassen:

  • 212 Tonnen Last am Dach
  • 735 Rigging-Punkte über der Bühne, dem Zuschauerram und dem Green Room (Wartebereich der Künstler)
  • 56 leistungsstarke Projektoren für Projektionen auf das Bühnenset, transparente Gazen und andere Projektionsflächen
  • 680 m² 12mm Pitch LED-Rückwand des Herstellers ROE
  • 160 m² LED-Boden
  • insgesamt wird eine Fläche von 71 Millionen Pixel bespielt
  • 1816 Leuchten - darunter: 68 PRG Best Boy HP2, 56 PRG Best Boy Wash Blade, 55 PRG Bad Boy Wash, 130 Icon Edge und 24 JDC1 Hybridstrobes von GLP
  • Verwendung von 89.000 Parametern sowie 9865 programmierten Fixturen

PRG auf der Prolight + Sound 2017

Als einer der wichtigsten Full-Service-Anbieter der Veranstaltungsbranche war PRG im April erneut Aussteller auf der Prolight + Sound 2017. Neben der Verleihung des 11. PRG Live Entertainments Awards (PRG LEA) konnten Besucher am PRG XL Video Messestand die PRG LEA-Bühne in einem Backstage-Rundgang besichtigen. Auftritte der Band "Foxos" mit ihrem Titel "DooM" sorgten für eine eindrucksvolle Demo-und Produktshow. Auch die Lichtshow auf der PRG LEA-Bühne verantwortete ESC-Lichtdesigner Jerry Applet in Zusammenarbeit mit bright! Spektakuläres Highlight war das Bälleballett von Stage Kinetik mit dem BlackTrax Live Tracking System, das eine Interaktion des Künstlers mit der Bühnenkinetik und dem Mediencontent ermöglicht.

Production Resource Group AG (PRG)

Die Production Resource Group AG (PRG), ist ein führender Full-Service-Anbieter für die Veranstaltungsbranche und unterstützt Unternehmen, Agentur oder Fernsehsender unter anderem bei der kompletten Veranstaltungskonzeption. Dazu gehört sowohl die Planung, Durchführung und technische Ausstattung bis zur Nachbereitung von Events aller Art.

Das Unternehmen mit Standorten Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München greift dabei auf einen der größten Equipmentpools im Bereich Veranstaltungstechnik der Welt zurück.

In Deutschland beschäftigt PRG mehr als 300 qualifizierte Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der Veranstaltungsbranche und circa 50 Auszubildende. Darüber hinaus verfügt PRG über einen Stamm von über 500 freien Mitarbeitern.
International beschäftigt die Production Resource Group mehr als 3.000 Mitarbeiter und ist mit über 40 Niederlassungen weltweit vertreten.

Die Production Resource Group AG, Deutschland, ist aus der PROCON Event Engineering GmbH und der Showtec Beleuchtungs- und Beschallungs GmbH entstanden. Seit 2015 gehört auch die XL Video GmbH zur Firmengruppe.

Bildquellen PRG, Ralph Larmann

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